Fahrradtraining im Winter – so bleibst du fit!

Der goldene Oktober ist für den Radsportler ein schwarzer Montag: Die eben noch von der sommerlichen Sonne verwöhnte und vom Fahrtwind gestreichelte Haut zieht sich im Nebel und unter der ersten Kälte zusammen und sehnt sich nach einer wärmenden Bleibe. Andererseits freut sich der Körper sowohl der Radstars als auch der Amateure, dass die Qualen und Strapazen vom Sommer vorbei sind und die noch frische Erinnerung an die Asphalthitze in die Ferne rückt.

Suche nach Alternativen

Beide, Radprofis wie Amateure, gönnen ihrem Körper nach der Sommersaison zunächst eine wohlverdiente Pause. Die Frühlingssonne und Frühjahrsklassiker wie „Paris-Nizza“ sind noch weit, ja, unvorstellbar weit weg, aber im Spätherbst beginnt auch schon die Zeit des Überbrückens, die bleierne Zeit des Brücken- bzw. Wintertrainings. Denn etwas anderes als ein Ersatz ist das Wintertraining für den Radsportler nicht.

Erste verzweifelte Blicke darauf, wie man konditionelle Reste über den Winter rettet, orientieren sich nicht nur beim Radprofi an dem Spaßfaktor, den ein Ausgleichssport bringen soll. Getrübt wird dieser Blick von der Aussicht, dass beinahe jede in Frage kommende Ausgleichssportart in Hallen, also in geschlossenen Räumen stattfindet. Beispiele dafür sind Badminton oder Hallentennis, das Eisenfressen in Mucki-Buden bzw. Fitness-Centern oder das stupide Pflügen von Wasser in Schwimmhallen. Radfahren in der Sommerfrische fühlt sich anders an. Viele Radsportler joggen deshalb durch Wälder oder verdauen den Trennungsschmerz bei ausgedehnten Wanderungen.

Andere Alternativen sind das Klettern, der Skilanglauf und das Mountainbiking. Wer die Disziplin aufbringt, achtet bei diesen wie bei den anderen Ausgleichssportarten darauf, sie regelmäßig auszuüben. Hilfreich sind dabei unter anderem auch nützliche Tipps zu Fitnesstraining im Allgemeinen. Mindestens zweimal in der Woche sollte man sich dieses „Wintervergnügen“ gönnen, damit das konditionelle Fundament keinen allzu großen Substanzverlust erleidet. Natürlich können einzelne Trainingseinheiten intensiviert werden, jedoch genügt in diesem Stadium des Wintertrainings schon der Spaß an der Bewegung. Atmungsaktive, wind- und regenfeste Bekleidung bis hin zu Thermohosen und Thermojacken verhindern gesundheitliche Rückschläge (hier gibts sportartenübergreifende Tipps zur richtigen Sportkleidung). Zudem achtet der verantwortungsbewusste Radsportler in Ernährungsfragen auch im Winter auf eine ausgewogene, vitamin- und kohlenhydratreiche Kost.

Runter vom Rad, rauf auf die Rolle

Fallen die Temperaturen in die Gefrierzone, landet irgendwann aber jeder Rennradler „auf der Rolle“. Dass die Trainingsrolle zumeist in Garagen oder Kellern steht, veranschaulicht ihre Beliebtheit. Trotzdem ist sie, was die Effektivität des Wintertrainings betrifft, die nützlichste Alternative zum Straßentraining.

Ob man nun die „freie Rolle“ wählt, bei der Vorder- und Hinterrad auf den Rollen „frei“ laufen, oder die „feste Rolle“, bei der das Hinterrad in das Rollen-Trainingsgerät fest eingespannt ist – der erfreulichste Aspekt an diesem Training ist, es mit dem Rad betreiben zu können, das man auch im sommerlichen Rennbetrieb unter seinem Po hat. Ein zwei- bis dreimaliges Rollentraining pro Woche (Dauer: 60-90 Minuten) in Verbindung mit alternativen Sportdisziplinen genügt zur gezielten Formsteigerung. Ein falscher Ehrgeiz führt nur zu unnötigen konditionellen Einbrüchen und Verletzungen.

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