Fahrradfahren und Stress abbauen

Stefan Leupold / pixelio.de

Die Folgen von chronischem Stress für die Gesundheit sind zahlreich und gehören zu den meisten Erkrankungen, die im 21. Jahrhundert auftreten. Besonderes das Herz-Kreislauf-System ist hiervon betroffen. Der Grund dafür ist, dass die Evolution sich hier scheinbar nicht angepasst hat. Während die Urzeitmenschen bei Stress kämpften oder davonliefen und so den Stresshormonspiegel wieder senken konnten, haben die Menschen heute solche Möglichkeiten nicht. Sie stehen privat oder beruflich unter Zeitdruck, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing und Hetzerei von Termin zu Termin bestimmen den Alltag.

Der Hormonspiegel kann nicht sinken, was sich schädlich auf den Körper auswirkt. Der richtige Umgang mit Stress mit erlernt werden, jeder Mensch sollte wissen, wie er bewusst Stress abbauen kann. In Maßen ist Stress sogar gut, denn er fördert die Konzentration und spornt zu Höchstleistungen an. Doch auf Dauer müssen Entspannungsphasen eingeplant werden, ein Leben an der Belastungsgrenze macht kein Körper auf Dauer mit. Schlaganfälle oder Herzinfarkte sind mögliche Folgen.

Wer erkannt hat, dass er unter Stress leidet, sollte etwas dagegen tun. Besonders einfach ist das mit dem Fahrrad fahren möglich. Bewegung an der frischen Luft – oder zur Not auf dem Ergometer – ist die beste Art und Weise, Stress abbauen zu können. Kortisol – das übrigens für Schlaflosigkeit in der Nacht verantwortlich ist – wird dabei abgebaut. Kortisol kann für Osteoporose, für das Burn-Out-Syndrom und auch für Depressionen, Übergewicht und erhöhten Blutdruck verantwortlich gemacht werden. Dauerhaft im Blut vorhanden wirkt es wie ein Zellgift. Radfahren ist zum Abbau des Kortisols besonders geeignet. Bewegung und Entspannung in guter Kombination, dazu die Gleichmäßigkeit beim Treten in die Pedale – für manch einen passionierten Radfahrer hat das etwas fast Meditatives – und der Körper kommt wieder ins Gleichgewicht.

Das Ausdauertraining auf dem Rad bewirkt, dass weniger Kortisol

in Stresssituationen freigesetzt wird und der Blutzucker wird besser abgebaut. Außerdem kann der Blutdruck gesenkt werden, das Herz-Kreislauf-System wird insgesamt entlastet. Zudem sinkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Das Selbstwertgefühl sowie die Lebensfreue können durch Fahrradfahren gesteigert werden, was wiederum hilft, Depressionen zu verhindern und zu mindern. Wichtig ist jedoch, dass die richtige Dosis eingehalten wird. Das heißt, etwa dreimal pro Woche sollte für eine halbe Stunde in die Pedale getreten werden. Mehr als siebenmal pro Woche für je zwei Stunden sollten es auf keinen Fall sein und der Puls sollte sich stets nach der Formel “220 minus Lebensalter” richten.

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