Die richtige Trittfrequenz beim Rad fahren

Rad fahren? Ist doch einfach! So denken viele, die sich an den Sport heranwagen. Doch wer sich aktiv betätigt und vielleicht sogar Wettkampfambitionen verfolgt, merkt, wie komplex die Sache eigentlich sein kann. Dabei hängt ein Großteil des Erfolgs im Training und auch beim Wettkampf von der richtigen Trittfrequenz ab.

Hohe oder niedrige Trittfrequenz?

Schnelleres Treten führt zum Sieg, könnte man sagen, wenn man die Fahrstile der großen Radsportler miteinander vergleicht. Sportanfänger wählen meist niedrige Frequenzen, weil bei maximal 60 Umdrehungen pro Minute die Muskulatur ihre größten Wirkungsgrad erreicht. Dennoch sind höhere Umdrehungszahlen wirkungsvoller, denn es geht nicht allein um Kraft, sondern auch um Geschwindigkeit. Beides in Kombination ergibt ein effizienteres Fahren. Denn bei hohen Frequenzen wird die Muskulatur besser durchblutet. Der Grund ist, dass die Anspannungsphasen deutlich kürzer ausfallen und damit die Durchblutung der Muskeln nur kurzzeitig gestört ist. Sauerstoff und Nährstoffe werden besser transportiert. Außerdem ist interessant, dass mehr Laktat (ein Stoffwechselzwischenprodukt) produziert wird, wenn jemand langsam in die Pedale tritt. Dann werden zusätzliche Muskelfasern beansprucht und eine schnellere Ermüdung tritt ein.

Die optimale Trittfrequenz

Nun geht es aber nicht nur um hoch und niedrig bei den Trittfrequenzen, sondern die optimale Frequenz soll gefunden werden. Ausgegangen wird von 100 bis 110 Umdrehungen pro Minute. Dann ist die Durchblutung sehr gut gegeben und somit die Sauerstoffaufnahme. Außerdem ist das Verhältnis von Weg zu Kraft ideal bei dieser Frequenz. Viele Profis nutzen genau diese Umdrehungszahlen. Einen Unterschied stellen hier allerdings die Triathleten dar, denn sie nutzen meist niedrigere Frequenzen. Der Grund ist, dass es sich hier eben nicht um Radsportprofis handelt, sondern um Menschen, die “auch” Rad fahren und nicht “nur”.

Nicht vergessen werden darf allerdings die Länge der Strecke, die es zu bewältigen gilt. Denn auf längeren Strecken sinkt die Trittfrequenz natürlich, da eine solche Belastung nicht auf Dauer durchzuhalten ist. Auch die individuellen Stärken der Sportler müssen berücksichtigt werden, während sich der eine mit der hohen bis sehr hohen Frequenz wohl fühlt, ist das bei einem anderen nicht der Fall. Freizeitsportlern sei aber auf jeden Fall empfohlen, die höheren Trittfrequenzen zu nutzen und diese anfangs bei verschiedenen Trainingsabschnitten einzubauen. Vor allem bei Fahrten bergan zeigt sich, wie vorteilhaft die hohen Trittfrequenzen doch sind. Weitere Infos zu diesem Thema findet ihr z.B. hier.

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