Alpencross – Acht Tipps für ein unbeschwertes Vergnügen

Ein Alpencross mit dem Mountainbike ist für jeden radsportbegeisterten Biker das höchste der Gefühle. Allerdings können beim ersten Mal relativ viele Fehler gemacht werden. Wenn ihr  mit der richtigen Einstellung und Vorstellung an den Start geht, kann nicht mehr viel schief gehen.

Wenn ihr die folgenden Tipps berücksichtigt, kommt ihr relativ unbeschwert über die Berge und könnte die einsame Natur und die gigantische Bergkulisse in Ruhe bestaunen.

Wer schnell loslegt lässt auch schnell wieder nach

Ein Alpencross besteht meistens aus mehreren Tagen Uphill mit bis zu 2000 Höhenmeter und mehr. Wer da zu Beginn zuviel Körner lässt, wird am Ende sehr viel Leiden müssen. Beim Alpencross ist das allerste Ziel das sichere Ankommen. Nicht die schnellsten kommen ans Ziel, sondern diejenigen die sich die Kraft am Besten einteilen.

Race Schuhe für den Alpencross

Rennschuhe mit Carbonsohle sind für die Tour am Hausberg sicherlich super. Steife Sohle und direkte Kraftübertragung sind die Vorteile dieser Rennschuhe. Aber wie der Name schon sagt, sind diese Schuhe für Renneinstätze konzipiert. Beim Alpencross müsst ihr aber auch Trage- und Schiebepassagen miteinkalkulieren. Mit solchen Schuhen, werdet ihr aber im Gebirge keinen Meter weit kommen. Deswegen benötigt ihr sicheres und wasserfestes Schuhwert – am Besten einen guten Allroundschuh.

Tipp: Neoprenüberzieher halten auch bei schlechtem Wetter warm und trocken.

Das Essen

Während eines Alpencross müsst ihr immer ausreichend essen. Die notwendige Energie für unterwegs erhaltet ihr am Besten durch Powerriegel. Da diese Riegel euch die nächste Zeit auf der Tour begleiten, sind verschiedene Sorten auch nicht verkehrt. Spätestens am dritten Tag kann man auch seine Lieblingssorte nicht mehr sehen und riechen. Auf der Hütte sind Nudeln, Reis, Kartoffeln und andere kohlenhydratreiche Nahrungsmittel angesagt.

Funktionelle Bekleidung

Funktionelle und leichte Fahrradbekleidung ist mit das wichtigste auf einem Alpencross. Zum einen soll die Bekleidung vor Regen und Kälte schützen und zum anderen sollte der Rucksack dadurch nicht zu schwer werden. Erfahrungsgemäß ist dieser Punkte auch meistens der teuerste auf der Liste. Vor allem an einer guten und bequemen Hose sollte nicht gespart werden – euer Gesäß wird es euch danken. Wenn ihr euch neu einkleiden und dafür eine Menge Geld auf den Tresen legen müsst, dann könnt ihr euch damit trösten das diese Art Bekleidung auch sehr gut zum Wandern geeignet ist. Wenn ihr bei der Auswahl eurer Alpencross Bekleidung ein bisschen umseht, findet ihr viele multifuntionelle Kleidungsstücke die auch zum Wandern auf allerlei Wanderwegen geeignet ist.

Alpencross-Check fürs Mountainbike

Egal ob Fully oder Hardtail – eine Federgabel, knackige Bremsen und eine gute, alpentauglich Bergübersetzung sind das wichtigste. Bringt euer Mountainbike vor dem Alpencross auf jedenfall in eine Werkstatt (wenn ihr das nicht selbst machen könnt/wollt) und sagt den Jungs das ihr damit einen Alpencross machen möchtet. Auf alle Fälle müssen die Bremsbeläge an der Scheibenbremsanlage gecheckt werden, die Laufräder überprüft werden, die Reifen auf Abnutzung untersucht und die Schraubverbindungen mit einem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden. Wenn die Kette schon einige Kilometer runter hat, wäre eine neue Fahrradkette auch fällig.

Der Rucksack

Wer für einen Lacher in der Alpencross Gruppe sorgen möchte, packt sich einen 20 kg Rucksack und erscheint damit am Treffpunkte. Eines können wir euch versprechen: Das Theme werdet ihr die ganze Woche über nicht loswerden. Profis schaffen es mit einem 7 kg über die Alpen. Ihr müsst dabei bedenken das jedes Kilogramm am Rück über die Berge muss. Deshalb solltet ihr vorher überlegen was ihr einpackt. Über 10 kg sollte es nicht werden! Angebote dazu hat der Outdoor Shop von Fairplay Sporthandel.

Abfahrten und Fahrtechnik

Nicht derjenige ist der Held der am schnellsten der Berg hinunter düst, sonder derjenige der umsichtig seine eigenen Fähigkeiten einschätzen kann. Niemals in unbekanntem Gelände die Abfahrt hinunterdonnern. Wenn ihr stürzt oder eine Schaden am Mountainbike habt, ist Hilfe meist weit entfernt. Deswegen lieber ein wenig defensiv fahren und sicher ankommen.

Die Tourwahl

Wählt beim ersten Mal nicht die schwerste Route mit 25.000 Hm. Für den Einsteiger ist ein kürzere und flachere Route meist die bessere Wahl. Wenn ihr im Nachhin feststellt das ihr diese Route gut geschafft habt, könnt ihr euch ein größeres Ziel setzen. Wenn ihr mit dem Boxen anfangen möchtet wählt ihr euch auch nicht Klitschkos als erste Gegner, oder? Wenn ihr euren Alpencross zu Ende gebracht habt, könnt ihr euren Resturlaub mit einem Aufenthalt in einem der schönen Wellness Hotels in der Gegend beenden und so euren geschwundenen Körper wieder auf Vordermann bringen. Für die Strapazen des Uphill wird man dann aber auch doppelt entlohnt: Erstens mit einer wunderbaren Aussicht und zweitens mit dem Fun des Downhill. In den Alpen ist besonders der “Mezzo Giro”, eine Panoramafahrt am Monte Baldo, hoch über dem Gardasee zu empfehlen

Wir hoffen euch mit diesen Tipps ein wenig den Schrecken vor dem Alpencross zu nehmen. In unserer Artikelserie über das Thema Alpencross werdet ihr noch ein wenig mehr über dieses Thema erfahren. Der zweite Teil wird die Alpencross Vorbereitung ansprechen und der letzte Teile gibt euch Tipps was  in den Rucksack muss und was nicht – die Alpencross Packliste.

1 Kommentar bisher »

  1. Helge Mooshuber sagt

    am 1. Mai 2009 @ 00:15

    Gute Tipps.
    Aber 10kg erscheinen mir doch um einiges zu hoch für einen (MTB-)Alpencrossrucksack. 7kg sind meines Erachtens optimal, 8kg gerade noch komfortabel.

    Gruß
    Helge

Komentar RSS · TrackBack URI

Schreibe einen Kommentar zum Beitrag “Alpencross – Acht Tipps für ein unbeschwertes Vergnügen”:

Name: (erforderlich)

eMail: (erforderlich)

Website:

Kommentar: